Technik 22. Mai 2026 4 Min. Lesezeit

Warmwasser mit der Wärmepumpe: Komfort und Legionellenschutz

Warmwasser braucht höhere Temperaturen als die Heizung – und einen Legionellenschutz. Warum viele Wärmepumpen dafür einen Strom-Heizstab brauchen und wie die Chofu R290 es ohne löst.

Chofu R290 Wärmepumpe an einem deutschen Einfamilienhaus – Symbolbild Warmwasserbereitung

Kurz gesagt: Eine Wärmepumpe bereitet auch das Warmwasser – effizient, aber Warmwasser braucht höhere Temperaturen als die Fußbodenheizung. Der Knackpunkt ist die Hygiene: Zum Schutz vor Legionellen muss der Speicher regelmäßig auf etwa 60 °C aufgeheizt werden. Viele Wärmepumpen schaffen das nur mit einem elektrischen Heizstab – einem heimlichen Stromfresser. Die Chofu R290 erreicht dank bis zu 75 °C Vorlauftemperatur die nötigen Temperaturen aus eigener Kraft.

Warum Warmwasser anders ist als Heizen

Beim Heizen gilt: je niedriger die Vorlauftemperatur, desto effizienter. Eine Fußbodenheizung kommt mit 30–35 °C aus – ideal für die Wärmepumpe.

Warmwasser ist eine andere Baustelle. Aus dem Hahn sollen verlässlich 40–45 °C kommen, der Speicher wird dafür auf etwa 48–55 °C geladen. Und für die Hygiene muss es zeitweise noch heißer werden. Warmwasser läuft also grundsätzlich bei höheren Temperaturen als die Raumheizung – und damit bei einer etwas niedrigeren Effizienz.

Das ist kein Mangel, sondern Physik. Entscheidend ist, dass die Wärmepumpe diese Temperaturen selbst erreicht – und nicht an einen Stromdirektheizer übergeben muss.

Das Legionellen-Thema – kurz und sachlich

Legionellen sind Bakterien, die in jedem Leitungswasser in geringer Zahl vorkommen. Problematisch werden sie erst, wenn sie sich stark vermehren – und das tun sie bevorzugt in lauwarmem Wasser zwischen etwa 25 und 45 °C. Gefährlich ist das Einatmen feiner Wassertröpfchen, etwa beim Duschen.

Der Schutz ist einfach und bewährt: Wasser, das mindestens rund 60 °C erreicht, macht Legionellen unschädlich. Wärmepumpen-Warmwasserspeicher werden deshalb in regelmäßigen Abständen automatisch auf dieses Niveau aufgeheizt – die sogenannte thermische Desinfektion oder „Legionellenschaltung”.

Für große Anlagen schreibt das DVGW-Regelwerk (W 551) diese Aufheizung verbindlich vor. In einer normalen Einfamilienhaus-Anlage mit kleinem Speicher ist sie nicht zwingend, gilt aber als sinnvolle Hygienemaßnahme – und ist mit der richtigen Wärmepumpe ohnehin kein Aufwand.

Der Heizstab – der heimliche Stromfresser

Jetzt der Punkt, an dem sich Wärmepumpen unterscheiden. Viele Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichen im Warmwasserbetrieb nur etwa 50–55 °C. Für die regelmäßige Aufheizung auf 60 °C reicht das nicht – also springt ein elektrischer Heizstab ein.

Ein Heizstab ist nichts anderes als ein Tauchsieder: Er wandelt Strom direkt in Wärme um, mit einem Wirkungsgrad von 1. Wo die Wärmepumpe aus 1 kWh Strom 3 bis 4 kWh Wärme macht, macht der Heizstab aus 1 kWh Strom genau 1 kWh Wärme. Jede Legionellen-Aufheizung über den Heizstab kostet also rund das Drei- bis Vierfache dessen, was die Wärmepumpe gebraucht hätte.

Bei einer wöchentlichen Aufheizung summiert sich das über das Jahr zu einem spürbaren Posten – und er taucht in keinem Prospekt auf.

Wie die Chofu R290 das löst

Hier spielt die Chofu R290 ihre hohe Vorlauftemperatur aus. Sie erreicht bis zu 75 °C – und damit problemlos die für die thermische Desinfektion nötigen Temperaturen. Die Legionellen-Aufheizung erledigt sie aus eigener Kraft, mit Wärmepumpen-Effizienz, statt sie an einen Heizstab abzugeben.

Das hat zwei Vorteile: Erstens entfällt der teure Direktstrom für die Aufheizung. Zweitens ist der Warmwasserkomfort höher – auch eine spontane größere Warmwasser-Entnahme bedient die Chofu zügig. Ein Heizstab bleibt damit, was er sein sollte: eine reine Notreserve, nicht der Normalbetrieb.

Speicher oder Frischwasserstation?

Für die Warmwasserbereitung gibt es zwei gängige Konzepte:

  • Warmwasserspeicher: Ein gedämmter Behälter hält eine Menge Warmwasser bereit. Bewährt, einfach, mit klarer Legionellenschaltung.
  • Frischwasserstation: Das Trinkwasser wird erst im Moment der Entnahme über einen Wärmetauscher erwärmt – es steht kaum Warmwasser „auf Vorrat”. Das reduziert das Legionellen-Thema von vornherein, weil wenig stehendes Warmwasser existiert.

Welche Lösung passt, hängt vom Haushalt, dem Platz und dem Verbrauchsprofil ab. Beide funktionieren mit der Wärmepumpe – wichtig ist, dass das Gesamtsystem sauber geplant ist. Das klären wir in der Beratung.

Was Warmwasser an Strom kostet

Eine grobe Orientierung: Die Warmwasserbereitung für einen Drei- bis Vier-Personen-Haushalt benötigt über das Jahr in der Größenordnung 1.000–1.500 kWh Strom, wenn die Wärmepumpe die Arbeit macht. Über einen Heizstab wäre derselbe Warmwasserbedarf ein Mehrfaches teurer.

Noch günstiger wird es in Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage: Warmwasser wird das ganze Jahr gebraucht, auch im Sommer, wenn die PV-Anlage im Überfluss liefert. Eine SG-Ready-fähige Wärmepumpe wie die Chofu R290 lädt den Warmwasserspeicher dann bevorzugt mit Solarstrom. Mehr dazu im Beitrag Wärmepumpe und Photovoltaik kombinieren.

Ihr nächster Schritt

Warmwasser ist bei einer gut geplanten Wärmepumpe ein gelöstes Thema – wenn das Gerät die nötigen Temperaturen selbst erreicht und der Heizstab Reserve bleibt.


Die genannten Verbrauchswerte sind Orientierungsgrößen für einen durchschnittlichen Haushalt. Der reale Warmwasserbedarf hängt von Personenzahl und Nutzungsverhalten ab.

#Warmwasser#Legionellen#Hygiene#Brauchwasser#R290

Bereit für den nächsten Schritt?

Lass dir von unserem Team die passende Chofu-Lösung für dein Projekt berechnen — unverbindlich und kostenlos.

Produkt ansehen Beratung anfragen